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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1903-01-01 · 1903 · page 165

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1903
Date
1903-01-01
Page
– (sequence 165)
Language
German
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IRI
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7 der ihm bei Freiburg beträchtlichen Schaden zufügte. Mehrere Tagemärsche hinter Blücher befand sich die Hauptarmee unter Schwarzenberg, dem Marschall „Rückwärts44, der die Bedeutung und Tragweite des grossen Sieges so wenig ermass, dass er vermutete, Napoleon werde in Erfurt einem neuen Angriffe Stand halten.18). Dazu kam es aber nicht, Napoleon war froh, seine Rückzugslinie noch frei zu finden. Denn schon zog von Baiern Wrede heran, um ihm den Weg zu verlegen. Bevor wir uns nun zu den nachfolgenden Ereignissen wenden, müssen wir einen Augenblick bei diesem Manne verweilen, der in diesem Zeitpunkte eine so wichtige Rolle spielen konnte. Sein Charakterbild schwankt freilich in der Geschichte.19). Während er von einigen Geschichtsschreibern mit Geringschätzung abgetan wird, haben ihn andere, namentlich süddeutsche, fast in den Himmel erhoben; jene nennen ihn höchstens einen Haudegen, einen tapferen Soldaten, aber keinen Feldherrn, allenfalls einen General, der einen gegebenen Auftrag leidlich auszuführen verstanden hätte, diese wollen einen Feldherrn mit genialen Plänen, ja sogar einen klugen und energischen Diplomaten in ihm finden. Namentlich die letztere Seite ist in der Tat oft nicht genug gewürdigt worden, natürlich vom einseitig bairischen Standpunkt aus beurteilt.2)). So wusste er z. B. trotz des Widerstandes des bairischen Ministers Montgelas und der Abneigung seines Königs den Rieder-Vertrag, 18) Zwiedineck-Südenhorst „Deutsche Gesch. 1806—71 S. 428 meint, es sei schwer anzunehmen, dass die Auffassung von der Widerstandskraft der geschlagenen französischen Armee im österreichischen Hauptquartier ernstlich gewesen sein solle, diplomatische Erwägungen hätten eine grosse Rolle gespielt. 19) Treitschke: „Deutsche Geschichte im 19. Jahrhundert, Leipzig 1879 II. Auflage I. Teil. S. 507: „Wrede, der roheste Prahler unter den Landsknechten des Rheinbundes." Vergl. z. B. Weber „Weltgesch." Bd. 14, S. 477: „Wrede, ein erster Vertreter des vaterlandslosen, rheinbündischen Landsknechttums" — „ein tapferer Soldat, wenn auch kein Feldherr". Verteidigt wird er namentlich von Heilmann, Roeder u. a. 20) Wrede schreibt an den König, 6 Nov. 1813: „Votre Najeste depuis son traite d'alliance (Rieder Vertrag) doit, si j'ose m'exprimer ainsi changer de conduite. Elle est sortie de la classe des puissances du second rang. Elle a droit de voix au grand chapltre et je suis entierement convaincu, que les Puissances alliees lui asigneront avec plaisir le plan qui lui convient dans les choses qui vont se traiter." V

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