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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1903-01-01 · 1903 · page 128

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1903
Date
1903-01-01
Page
– (sequence 128)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580832--1528-2582327
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15 terlingsblüter und Korbblüter dagegen geben ihre systematische Zusammengehörigkeit meist erst zur Blütezeit zu erkennen. Die Abteilung der Kryptogamen enthält ebenso, wie die der Blütenpflanzen, viele Familien, deren Mitglieder in ihrem Aussehen eine grosse Übereinstimmung zeigen. Durch die grosse Zahl ähnlicher Formen sind unter den Lagerpflanzen besonders die Familien der Diatomeen und Bakterien, der Fadenalgen und Algenpilze, der Tange und Hutpilze, und unter den blattbildenden Kryptogamen die der Laubmoose, Schachtelhalme und Bärlappgewächse ausgezeichnet. Der Parallelismus zwischen Ähnlichkeit und Verwandtschaft ist jedoch keineswegs ein allgemein gültiges Gesetz im Pflanzenreiche. Die Divergenz ist häufiger, als gewöhnlich angenommen wird, und äussert sich in zweifacher Weise. Es giebt viele Pflanzen, deren Verwandtschaft unzweifelhaft ist, die aber doch ein sehr ungleiches Aussehen haben. Auf der andern Seite werden manche Arten gefunden, welche trotz ihrer grossen Ähnlichkeit in gar keiner verwandtschaftlichen Beziehung zu einander stehen. Der erste Fall wird durch Beispiele aus mehreren gut charakterisierten Familien, wie den Rosaceen, Greissblattpflanzen, Primulaceen und Wolfsmilchgewächsen bestätigt. In der Familie der Rosaceen sind die Rosen- und Brombeersträucher die bekanntesten Gewächse. Obgleich die Arten beider Gattungen einen holzigen und mit Stacheln besetzten Stamm und zusammengesetzte Blätter haben, so machen sie doch einen ganz verschiedenen Eindruck, der vorzugsweise durch die Verzweigung des Stammes und die Fiederung der Blätter hervorgerufen wird. Auch die krautigen und stachellosen Rosengewächse haben nach den einzelnen Gattungen ein sehr verschiedenes Aussehen. Die Unterschiede, welche die Arten zeigen, geben sich nicht bloss in den vegetativen Organen, sondern sogar im Bau der Blüten und der Früchte zu erkennen. Die Arten der Gattung Rose, nach welcher die grosse Familie benannt worden ist, haben einen krugförmigen Blütenboden, der viele Stempel umschliesst, und dessen Rand den fünfblätterigen Kelch, die fünfblätterige Krone und die zahlreichen Staubgefässe trägt. Die aus den Fruchtknoten entstehenden Nüsschen bleiben von dem fleischig werdenden Blütenboden umschlossen und bilden mit diesem eine Sammel- IV l

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