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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1882-01-01 · 1882 · page 4

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1882
Date
1882-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580792--0477-2581409
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Am ersten April 1853 wurde die Schule mit 84 Schülern, 55 Knaben und 29 Mädchen, eröffnet. Von den sechs Klassen, für welche der Lehrplan berechnet war, traten zunächst die vier untersten ins Leben und zwar waren noch in der sechsten, fünften und vierten Klasse Knaben und Mädchen beisammen, und erst in der dritten die Geschlechter getrennt. Der Unterricht wurde von fünf ordentlichen Lehrern und einer Lehrerin für weibliche Handarbeiten erteilt. Bis zum Jahre 1857, in welchem die Anstalt bereits 193 Schüler, 119 Knaben und 74 Mädchen, zählte, waren nach und nach auch die oberen Klassen der Knaben- und Mädchenschule in's Leben getreten. Naturgemäß machte sich sehr bald das Bedürfnis fühlbar, die von der vierten Klasse aufwärts bis dahin zweijährigen Klassen, zunächst für den fremdsprachlichen, später auch wenigstens teilweise für den mathematischen Unterricht, in zwei getrennte Jahresklassen auseinanderzulegen. Mit April 1862, wo die Schule 259 Schüler, 156 Knaben und 103 Mädchen, zählte, wurde durch Einrichtung einer vierten Mädchenklasse eine Trennung der Geschlechter schon von der vierten Klasse aufwärts eingeführt, so daß die Anstalt aus zwei Elementarklassen für Knaben und Mädchen gemeinschaftlich, sechs Realklassen für Knaben und vier Realklassen für Mädchen bestand, in welchen der Unterricht von zehn ordentlichen Lehrern, vier wissenschaftlichen Fachlehrern und drei Lehrerinnen für weibliche Handarbeiten erteilt wurde. Diese weitere Entwicklung der Schule machte die Erwerbung des an das Schulhaus unmittelbar anstoßenden, in der Rechneigrabenstraße gelegenen Nachbarhauses notwendig, welches 1864 für fl. 42 000 erworben wurde. In dieses Haus wurden die Mädchenklassen verlegt. Nach den durch die Ereignisse des Jahres 1866 bewirkten staatlichen Veränderungen wurde die Schule, die bis dahin von der gemischten Kirchen- und Schulkommission ressortiert hatte, mittelst Ministerialreskriptes vom 25. Juni 1867 direkt dem Provinzial - Schulcollegimn in Cassel unterstellt und als Realschule II. Ordnung anerkannt. Sie besteht nach dem mit demselben Reskript genehmigten Lehrplane seitdem aus drei Anstalten : einer dreiklassigen Vorschule, der aus sieben Klassen bestehenden Realschule (die Prima einjährig, die Secunda vollständig in Ober- und Untersecunda geteilt), und der aus acht Klassen nebst Selekta bestehenden höheren Töchterschule, von denen die sechs unteren Klassen einjährig, die beiden oberen jedoch noch zweijährig sind, da von deren Auseinanderlegung aus Mangel an Raum bisher noch abgesehen werden mußte. Die stetig steigende Schülerzahl und der innere Ausbau der Schule ließ nämlich bald auch die so erweiterten Räume als durchaus unzulänglich erscheinen und machte die Erbauung eines neuen, entsprechenden Schulhauses zu einem immer dringenderen Bedürfnisse. In voller Würdigung desselben machten Freiherr und Freifrau W. C. von Rothschild 1877 der Religions-Gesellschaft die großherzige Zuwendung von M. 300 000 zu diesem Zwecke, den Mehrbetrag sowie die Kosten des. Bauplatzes leistete die letztere. Dieselbe erwarb den südlichen Theil des j Militärlazarett-Grundstückes am Tiergarten für M. 112 000, ein Areal von 3645 qm (45 000 Quadratfuß), dessen andauernd freie Lage gesichert ist und welches nach Lage und Größe die Befriedigung aller hinsichtlich der Orientierung der Klassenzimmer und der Größe der gesonderten Spielplätze zu stellenden Anforderungen ermöglichte. An der Konkurrenz für Beschaffung der Baupläne beteiligten sich 38 hiesige Architekten. Die technischen Mitglieder des Preisgerichtes waren die Herren Architekt Bluntschli, Eisenbahn- Bauinspektor Hottenrott, Bauinspektor Rügemer und Geh. Sanitätsrat Dr. Varrentrapp. Preisgekrönt wurden die Pläne der Architekten Strigler und Lieblein, dem ersteren wurde

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