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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1880-01-01 · 1880 · page 48

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1880
Date
1880-01-01
Page
– (sequence 48)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580788--0408-2581338
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— 47 — geringere Ätherdichtigkeit zu erklären sein, Redtenbaeher x) kommt zu einem ganz andern Resultat. Er findet, daß die Abstoßung der Ätherteilehen unter einander der ersten Potenz der Entfernung umgekehrt proportional ist. Daraus folgt, daß der circummolekulare Äther in der Nähe der Massenteilchen eine größere Dichtigkeit, als in weiterer Entfernung haben, und daß die kleinere Geschwindigkeit des Lichtes in den Körpern von der größeren Dichtigkeit des Äthers abhängig sein muß. So stehen, die von Cauchy und Redtenbaeher durch theoretische Betrachtung entwickelten Grundgesetze, welche über die Beschaffenheit des Äthers iu den Körpern Aufschloß geben sollen, in direktem Widerspruch. .Dazu kommt, daß der Äther nur zur Erklärung der optischen Erscheinungen Verwenduug findeu kann, für die große Zahl der übrigen Erscheinungen aber sich als wertlos erweist. Es wird daher nötig sein, %für die Ätherhypothese eine andere Hypothese zu substituieren, durch welche alle Erscheinungen, nicht nur die physikalischen mit Einschluß der optischen, sondern auch die chemischen Vorgänge eine genügende Erklärung fiuden. Diesen Anforderungen wird die im folgenden in ihren Grundzügen mitgeteilte Hypothese über die Konstitution und Wirkungsweise der Atome und Moleküle genügen: 1. Jedes Atom besteht aus einem Kern und aus einer den Kern umgebenden, stofflich gleichartigen Hülle. Beide können weder von einander getrennt werden, noch können sie in einander übergehen. Die Atomkerne haben die unveränderliche Gestalt einer Kugel; die Atomhüllen, welche im Verhältnis zu den Kernen sehr groß gedacht werden müssen, sind der mannigfaltigsten Form Veränderung fähig. 2. Jedes Atom ist mit einer ihm eigentümlichen Energie begabt, die sich als eine Art von Bewegung äußert. Der Kern ist der Sitz der Energie, die Hülle die leitende Substanz. Die Atome sind nach außen hin thätig, wie sie auch den von außen kommenden Wirkungen gehorchen. Je nachdem die Energieen der Atome unter gewissen Bedingungen gleiche oder verschiedene Erscheinungen hervorrufen, treten die Atome als stofflich gleichartige oder ungleichartige auf. 3. Die Aktion der Atome ist nur dann möglich, wenn zwei oder mehrere Atome bis zur Berühruug einander genähert werden. Die Aktion ist eine attraktive und repulsive. Die attraktive Aktion kann nicht ohne eine gleichzeitig stattfindende repuisive Aktion gedacht werden. Die chemischen Prozesse, bei welchen zwei verschiedenartige Moleküle in Konflikt kommen, liefern die Beweise dafür. 4. Zwei oder mehrere Atome vereinigen sich zu einem Molekül, einer Einheit höherer Ordnung. Dabei erleiden die Atome eine Veränderung.~ Die Veränderung der Atomkerne besteht in einer größeren Annäherung, wodurch zugleich die Größe der Energie beeinflußt wird. Die Veränderung der Atom hüllen besteht in einer Form Veränderung, mit welcher zugleich eine Modifikation der Größe, Dichtigkeit und Elasticität gegeben ist. 5. Die Moleküle üben unter einander eine Wirkung aus, die von der zwischen den Atomen stattfindenden Aktion verschieden ist. Die molekulare Energie ist die Resultante der Energieen der Atome. Wie die Atome, so können auch die Moleküle J) Redtenbachor, Dynamidensysfcern.

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