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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1880-01-01 · 1880 · page 46

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1880
Date
1880-01-01
Page
– (sequence 46)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580788--0406-2581336
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— 45 — abhäugig, als dem größeren Brechungsexponenten auch eine größere Dispersion entspricht. 6. Das durch Landolt modifizierte Biot-Arago'sche Gesetz: P — —P +—- pi + . läßt sich auch auf Gemische von Salzlösungen anwenden, und zwar gilt es nicht nur für Lösungen, deren Bestandteile sich einfach neben einander lagern, sondern auch für solche Lösungen, deren Salze in Folge ihrer chemischen Konstitution zu einer gegenseitigen Umsetzung disponiert sind. Es wird sich nun darum handeln, den physikalischen Grund der durch gelöste Salzmoleküle in den Eigenschaften des Wassers bewirkten Veränderungen anzugeben. Was zunächst das Wachsen des Volumgewichtes der Salzlösungen mit dem Prozentgehalte betrifft, so erklärt sich dasselbe aus der Größe des specifischen Gewichtes der wasserfreien Salze. Daß die Änderung des Volumgewichtes nicht proportional der Anzahl der Salzmoleküle erfolgt, daß sich dieselbe nur durch eine Parabel dritten Grades darstellen läßt, findet seine Erklärung durch die beim Lösungsakte auftretende Kontraktion, deren Größe von dem Prozentgehalte der Lösungen abhängig ist. In der variabelen Größe der Kontraktion ist zugleich der Grund für die eigentümliche Erscheinung zu suchen, daß nicht bei allen Lösungen, sondern nur bei solchen, welche ähnliche Salze enthalten, die Ubereinanderlagerung der Volumgewichts-Kurven im Sinne der Molkulargewichte der Salze statt findet. Bei Anwendung einer ähnlichen Betrachtungsweise wird man das Ausdehnungsgesetz der Salzlösungen auf seinen physikalischen Grund zurück führen können. Die Ausdehnung der Lösungen, welche innerhalb eines bestimmten Temperaturintervalles größer erscheint, als die des reinen Wassers, ist bedingt durch die Gegenwart der Salze, die im flüssigen Zustande, wie sich aus analogen Fällen schließen läßt, einen verhältnismäßig großen Ausdehnungskoeffizienten besitzen. Je mehr Salzmoleküle also in Lösung sind, um so mehr wird auch die Ausdehnungskurve des Wassers modifiziert werden. Bei der Kontraktion, die man beim Lösen wasserfreier Salze, sowie beim Mischen verschiedenartiger Lösungen beobachtet, wird es nötig sein, daß wir zur Erklärung dieser Erscheinung auf die zwischen den Molekülen stofflich verschiedener Körper stattfindende Anziehung und auf die durch diese Anziehung bewirkte Lagerungsweise der Moleküle zurückgehen. Alle Salze zeigen mehr oder minder die Neigung, sich mit den Elementen des Wassers zu verbinden und dabei in den flüssigen Zustand überzugehen. Da nun der Lösungsakt nicht in einer einfachen Verflüssigung des Salzes besteht, sondern zugleich mit einer chemischen Veränderung verbunden ist, so muß die dieser Veränderung zu Grunde liegende Umlagerung der Moleküle eine Verdichtung der Lösung bewirkeü. Die Größe der Kontraktion wird dann als ein Ausdruck für die zwischen den Molekülen eines Salzes und des Wassers bestehende Affinität zu betrachten sein, eine Annahme, welche in den Resultaten der Untersuchungen von Wüllner l) über die durch gelöste Salze veranlaßte Verminderung der Spannkraft des Wasserdampfes, von Legrand 2) über die Erhöhung des Siedel) Wüllner, Pogg. Ann. Bd. CHI. p. 529. -) Legrand, Ann. de chim. et de phys. T. L1II. p. 423.

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