Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Journal
- Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Volume
- 1880
- Date
- 1880-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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— 5 - IOH2O wie 1* : 2,270, während die Verhältnisse nach Berzelius1) sich ergehen wie 1 : 1,173236 resp. wie 1 : 2,2642. Hiermit im Einklänge stehen die von Gerlach bei bestimmtem Prozentgehalte erhaltenen specifischen Gewichte, welche sämtlich größer sind, als diejenigen von Kremers und van der Willigen. Neben der verschiedenen Darstellungsweise der Lösungen kaun aber auch die Methode der specifischen Gewichts-Bestimmung eine, wenn auch geringere Differenz in den Zahlen hervorrufen. Die im folgenden mitgeteilten specifischen Gewichte wurden mittelst einer größeren, vortrefflich gearbeiteten hydrostatischen Wage von Westphal in Celle gefunden. Da die Wage überall in physikalischen und chemischen Laboratorien Verwendung findet, so mag es genügen, hier nur auf den Grad der Genauigkeit der mittelst dieser Wage erhaltenen Resultate etwas näher einzugehen. Die Wage gab die specifischen Gewichte bis auf 4 Decimalstellen genau, und zwar für Flüssigkeiten, deren specifische Gewichte zwischen den Grenzen 0,0001 und 2,0000 liegen, während die Temperaturen auf einem in dem gläsernen Senkkörper enthaltenen Thermometer mittelst einer Lupe bis auf Teile eines Grades abgelesen werden konnten. Was die Empfindlichkeit der Wage anbetrifft, so erfolgte bei einem Temperatnrwechsel der Lösung um 0 °,2 C. noch ein deutlicher Ausschlag, daß mithin die vierte Decimalstelle noch eine Änderung erlitt. Da die Wage so justiert war, daß sie die specifischen Gewichte bei 150 C. unmittelbar angab, bezogen auf die Dichte des Wassers bei derselben Temperatur als Einheit, so mußten die bei anderen Temperaturen gefundenen Werte zunächst nach der Formel: d(l+.at), korrigiert werden, je nachdem t 15 0 C. war. Hierin bedeutet d das gefundene specifische Gewicht und a den kubischen Ausdehnungs-Koefficienten des gläsernen Senkkörpers. Derselbe ist nach Dulong und Petit2) 0,00002584. Und da ferner die specifischen Gewichte bezogen werden mußten auf Wasser von 4° C. 1, so wurden sämtliche Werte noch mit der schon oben erwähnten Konstanten 0,999182 multipliziert. Die auf diese Weise gefundenen specifischen Gewichte sind in den folgenden Tabellen enthalten. Die erste Kolonne giebt das chemische Zeichen und den Prozentgehalt der Lösungen, die 9 Kolonne D die bei vorstehenden Temperaturen gefundenen und die Kolonne D' die durch Interpolation von 5 zu 5 Grad berechneten specifischen Gewichte.3) Zur Interpolation diente die Formel: (d - d') (x - t) d V=t ' worin d und d' die zu den Temperaturen t und t' gehörigen Dichten bedeuten und x die Temperatur bezeichnet, für welche die zwischen den Temperaturen t' und t liegende Dichte gesucht wird. Dabei wurde angenommen, daß die Dichtigkeits-Anderung innerhalb kleiner Temperaturintervalle der Temperatur proportional stattfindet. Für die Lösungen von Na Cl und K Cl sind nur die berechneten specifischen Gewichte von 5° zu 5° mitgeteilt, welche aus einer großen Anzahl von Beobachtungen durch Interpolation gefunden wurden. 1) Berzelius, Lehrbuch der Chemie. 2) Dulong und Petit, Ann. de chim. et de phys. t. VII. 3) Die specifischen Gewichte sind, obgleich nur 4 Decimalstellen beobachtet werden konnten, auf 5 Decimalstellen angegeben, weil die gefundenen Werte sämtlich einer Korrektur unterworfen werden mußten.