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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1869-01-01 · 1869 · page 11

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1869
Date
1869-01-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580780--0172-2581145
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-M- 10 er wird Allen gerecht, hier die Leistung wie dort den Willen ehrend anerkennen, und beide zum gegenseitigen Austausch ihrer Borzüge ermuntern. Wie der Gärtner in Gottes Menschheit-Garten wird er Geduld, sich auch an kleinen Erfolgen erfreuende Geduld, unermüdlich üben, wird, der verschieden sich entwickelnden jugendlichen Menschen- Natur eingedenk, die Eigentümlichkeit eines jeden seiner Schüler studiren und möglichst individuell seine Zöglinge behandeln, Allen aber in erster Linie gerecht zu sein sich bemühen, Keinem gegenüber sich eine Ungeduld, eine Heftigkeit verzeihen, und wissen, daß, wenn der Erfolg des Unterrichtes wesentlich durch den Respekt bedingt ist, den der Lehrer bei den Schülern genießt, nicht minder wesentlich dieser Erfolg von der Achtung abhängt, die der Lehrer seinen Schülern zollt, von der Schonung und Pflege des sittlichen Ehrgefühls — wir meinen hier nicht des zum Wetteifer spornenden Ehrgeizes — die er in weiser, gerechter, besonnener Behandlung seiner Schüler zu üben versteht, und so der Forderung unserer Altmeister genügt, die dem Lehrer die Achtung seiner Schüler wie die eigene an's Herz legen. Ein beherzigenswerthes Thema, das wohl eine eigene Behandlung verdiente. Wir sind uns sehr wohl bewußt, mit diesen aus den Anschauungen unserer Alten geschöpften andeutenden Bemerkungen der Schulwelt nicht eben Neues geboten zu haben. Allein wir glaubten, es dürfte dem Freunde eines rationellen Schulwesens die Erfahrung nicht unwillkommen sein, wie Das, was aus der ewig sich gleich bleibenden Menschennatur für eine bildende Behandlnng derselben resultirt, bereits Erbgut einer frühesten Vergangenheit gewesen, und insbesondere dürfte ein Einblick in die Erfahrungen und Grundsätze der Männer eine Beachtung aller Zeiten verdienen, deren Aussprüchen wir hier einige wenige der am meisten im jüdischen Kreise bekannten entnommen. Ihnen war ja die Verbreitung geistiger Erkenntnisse und Bildung unter alle Schichten des Volkes so sehr das allererste Anliegen nationaler Bestrebungen, daß sie, berufen auf die Trümmer eines zu Grunde gegangenen Staates, ein neues, blühendes Staatsleben unter den schwierigsten Verhältnissen aufzubauen, nächst der gewissenhaften Rechtspflege und einer Gesetz schirmenden Leitung, als dritten, das Ganze bedingenden Grundstein die Marime niederlegten: kaainiäu tkalmLäini karbed, sorgt für Ausbildung vieler Schüler! Dafür nannte sie auch die dankbare Mit- und Nachwelt „Aboth", Väter; denn sie waren und blieben die geistigen Väter der Nation.

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