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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1870-01-01 · 1870 · page 2

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1870
Date
1870-01-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580776--0197-2581044
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Gin Ginbtick in einen aktjüdischen KrzieHungs-Kanon. Unter allen weltgeschichtlichen Erscheinungen der Menschheitsentwickelung dürfte kaum eine in größerem Maaße die Macht der Erziehung veranschaulichen, als die der jüdischen Nation. Ein eigentümliches geistiges und sittliches Gepräge erkennt Freund und Feind dem jüdischen Volke im Ganzen und Einzelnen, je nach dem Standpunkt des Beurtheilers anerkennend oder verwerfend, zu. Und fragen wir nach dem Einfluß, der diesem Menschenstamme unter allen Wandelungen der Geschicke, unter den verschiedensten klimatischen, socialen nnd politischen Einwirkungen, trotz jahrhundertlangen. Recht und Menschlichkeit verläugnenden Bekämpfungen seines Sondersems und trotz seiner unläugbaren Fähigkeit und Geneigtheit die ihn umgebenden geistigen und sittlichen Kulturmomente in sich aufzunehmen und sich ihnen anerkennend und bewundernd hinzugeben, doch dieses eigentümliche geistige und sittliche Charaktergepräge selbst in der vereinzeltsten Zerstreuung erhalten: so dürfte kaum ein anderer Einfluß sich als Erklärung dieser Erscheinung bieten, als die Macht der Erziehung. Nichts als die stille, und doch, oder vielmehr eben darum so innig wirkende Macht der Erziehung hat dieses Wunder bewirkt, ja auf diese Wundermacht der Erziehung war das volkstümliche Sein und Werden dieser Nation und deren weltgeschichtliche Bestimmung von vornherein ganz ausdrücklich gegründet. Welche Wundermacht muß der Vater der Menschheit dem erziehenden Vater- und Mutter-Einfluß zugetraut haben, als er inmitten einer der geistigen Verirrung und sittlichen Entartung verfallenden Welt Ein Elternpaar mit der Bestimmung, geistig und sittlicher Rettungssegen der Völkerfamilien zu werden, herausgriff, diesem Elternpaar nur Ein Kind als Fortträger dieser Bestimmung gewährte und der Verwirklichung dieser, in alle Menschheitszukunft reichenden Bestimmung lediglich vertraute, weil (1. B. M. 18, 19.) der Vater es verstehen würde, also seine Kinder und sein Haus für die Uebung der 1

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