Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Fünf und Zwanzigtes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 399 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LS E* LS?ys der ihm ein Pulver wider das Fieber verordnet, mit Gifthingerichtet worden sey. O,scheuet sich nun nicht, schließt Eisenmenger, ein Jude, das Oberhaupt der Christenheit durch Gift aus dem Wege zu rälimen, was können sich denn die geringsten Glieder an diesem Oberhaupts von solchen Aerzten versprechen? Allein hat man denn nicht Exempel, daß auch christliche Aerzte, so gar Geistliche und Beichtväter aus Gewinnsucht die größten Monarchen mit Gift hingerichtet haben. Man kann also von den Exempeln einzelner v Personen nicht auf ganze Nationen schließen. Eben dieses, was wir bisher von den Aerzten behauptet, daß man sich näml. derselben in unsern Tagen im Fall der Noch ohne Gefahr bedienen könne, kann man auch ans die WeheMütter und Saugammen anwenden. Man wird aber kein Epempel aufweisen können, daß jüdische SäugamMrn sich bey Christen in Dienst begeben haben, weil christliche Kinder zu erziehen, bey ihnen vor Sünde gehalten wird, lleberhaupt wird sich nicht leicht ein Jude oder Jüdin, auch in andern Fällen, wenn sie noch so arm wären, bey denen Christen als Dienstboten vermiethen, weil sie sich dieses, als Abrahams Kinder, zur Schande rechnen. Vielmehr aber sollten wir es uns vor eine Schande halten, unsere Knechte und Mägde den Juden zum Dienst zu übergeben, weil Gott die Juden uns dienstbar gemacht hat wegen ihrer enormen Verstockung. Und wenn wir dieses thun, so handeln wir gerade der göttl. Anvrd» rning