Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Fünf und Zwanzigtes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 396 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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396 " Es aber die Gewohnheit derer getauften Juden mit sich, die aus den jüdischen Pöbel zu uns kommen, und sich nur'von Betteln zu ernähren suchen.Sie glauben sich durch Lügen und Verleumdung bey den Christen in Gunst zu setze«. —— Endlich setzt Eisenmenger noch hinzu, die Rabbinen wollen nicht einmal ihren Medicis erlauben , einen Christen zu curiren , wenn eres nur irgend von sich ablehnen kann, ohne daß es ihm den Verdacht errege, als ob er aus angebohrrier Feindschaft den Christen nicht ruriren wolle. -— Kann sich nun der jüdische Arzt durch Tödtung vieler Christen den Himmel erkaufenwarum wird ihn denn dieses von seinen Rabbinen verboten? Wir sehen also auch daraus, daß der zweyte Beweis, welchen Eisenmenger für seine Meinung anführet, auf einem seichten Grunde ruhet. z) Es wird nach dem Jnnhalt des Schülchan Aruch im Jaure Dea,S. i r z. C. 2. denen jüdischen Aerzten erlaubt, die Arzeneymittel, ihre Wirkungen und Kräfte an andern Religionsverwandten zu probiren. Wir geben zu, daß dieses denen jüdischen Aerzten gar wohl erlaubt senn kann, allein, wie viele Aerzte machen »kcht auch den ersten Versüch ihrer Geschicklichkeit cM den Christen. Es bleibt also dabey, daß, wenn sichder jüdische Arzt durch seine Euren großen Ruhm und Geld erwerben will, er auch auf die Patienten der Christen alle Mühe und Fleiß verwenden müsse. Wie Mancher hat nicht schon unter den Christen mit den besten Erfolg Proben seiner