Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Fünf und Zwanzigtes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 393 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LU E* LU ZN Wenn sich dieses in der That so zugetragen hak, wie iS erzählet wird, so zeugt es allerdings von der unerhörten Grausamkeit der Juden gegen die Christen. Allein der einzige Umstand, da nämlich des uufgefangenen Bluts gedacht wird, macht die Glaubwürdigkeit der ganzen Geschichte wankend. In dem 14.15.Md i6ten Jahrhunderte, war man nach der Juden Blut und Gut gar zu begierig, und daher wurden auch gemeiniglich nur solche Geschichtchen geschmiedet, von welchen wir doch in unfern Tagen nicht ein einziges richtig erwiesenes Exempel aufweisett können. Nun will ich zwar gar nicht in Abrede fenn, daß sich nicht unter den Juden hier und da noch Bösewichte finden sollten, die mit frecher Stirne Christen, Heyden und Türken ermorden; gemeiniglich qber geschehet es nur um ihre Begierde nach Gelbe zu befriedigen. Gesetzt aber, alle Erzählungen, die Eisenmengtr bekannt gemacht, hätten gewissen Grund, so können doch "nicht einzelne Exempel, der ganzen Nation zur 2ast geleget werden. Mörder hat es leider gleich . vom Anfänge, sowohl unter den Juden, als auch itzt und in den vorigen Zeiten unter den Christen gegeben. So viel von dieser Materie. Wir eilen zum Beschluß dieses. Bandes und erörtern nur noch kürzlich die Zte Frage von denen, die wir oben aufgeworfen haben. Kann man sich, so fragen wir hier, ohne alle Gefahr den jüdischen Aerzken, Wehemüttern und Säugammen anvertraum? Diese Fra'ge beantwortet Bb; Eisen,