Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Drey und Zwanzigtes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 359 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LS M* LS Z5S auch wir zu Gort, daß er denen vergelten, die uns drücken ', und ihnen den Lohn geben wolle, der ihrem bösen Werk gemäß ist. Ferne sey es also, daß dergleichen Gebete wider ganze Nationen gerichtet seyn sollten. —— Der Barer aller Gläubigen, Abraham, sagte zu Gott i B. Mos. l8, 2g. „Willst du denn den Gerechten mit den Gottlosen Umbringen." Und der größte Prophet Moses spricht 4 B. Mos. 16, 22. „Ein einiger Mann sollte gesündiget haben, und du, »Gott, wolltest über die ganze Gemeine zürnen?" .—Ein neuer Beweis, daß. uns nach den Regeln unsers Gesetzes, nicht erlaubt ist, die jetzigen Völker, unter welche uns Gott zerstreuet hak, ohne allen Unterschied zu verfluchest' -- Da Niemand leugnen kann, daß die Juden das alte Testament annehmen und göttlich verehren, so hak der vorher angeführte Rabbis ganz recht darinne, wenn er spricht, daß die Juden nach den sübischen Gesetzen die Völker, unteresren Schutz sie leben, nicht verfluchen dürfen. Denn erstlich spricht Jeremias im Namen Gottes Cap. 29, 7. „Stlchet den Frieden oder Wohlfarth der Stadt, dahin ich euch habe wegführen lasten, und betet für sie zu den Herrn. Denn wenn es ihnen wohl gehet, so gehet eS euch auch wohl." Eben so stehet es auch Daruch Cap. l, > o. i i. Daß die in Babel gefangenen Juden Geld nach Jerusalem geschickt, und Z 4 die