Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Dreyzehntes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 195 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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»XG -45 Dieses sind eben die 7<3erley Arten, wie man das Gesetz erklären muß, und die sich nach allen Sei, ten drehen und wenden lassen, denn die große Stimme, durch welche das Gesetz gegeben wors den, hat sich in 7OAeste vertheilet und ausgebreitet. —- Welche schändliche Gotteslästerung! Gleichwohl behauptet der Talmud und alle Schriften der Rabbinen solche vortrestiche lehren. Ein Exempel hiervon finden wir im Tal- »nudischen Tract. Eruvin S. lz. C. 2. ingleft chen Chagiga S. 3. C. 2. Berachoth, S. C. 1. und in Jalkud Schimoni S. 16s. C. 2. — Ja sie gehen in ihrem Unsinne so weit, daß sich Rabbi Jstrc nicht entblödet, .folgende Laster« worte von sich hören zu lassen: Denke nicht, spricht er, denke nicht, daß das schriftliche Gesetz (die Bibel) der Grund oder da? Hauptwerk sey, Nein. Das mündliche Gesetz ( die Lehren dep Rabbinen, der Talmud und seine Fratzen) di. das Fundament und 'der Grund der, göttlichen Worten Bilde dir nicht ein, daß der Heilige Hockgelobke um das schriftliche Gesetz willen, dass er Mosen öffentlich auf dem Berge Sinai gege» ben hat, einen Bund mit Israel aufgexichtet hat; nein, um des mündlichen Gesetzes, um den vortrestichen Lehren unserer Rabbinen wißen. Dieses wollen uns die Wörte r B. Ästos. 34,27. anzeigen, „um dieser Worte Willen habe ich mit dir einen Bund gemacht." Ja die Lehren unserer Rabbinen, sind der eigentliche und rechte Schatz Gottes, welche aber Gott deswegen nicht N 2 hat