Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Eilftes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 167 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2577043-2577056-9903603--3670-2580537- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
LS OX« LS '<67 der Maria verstehen, und sagen, daß Maria, die Mutter Jesu, nie von einem Manne berühret, und daß sie daher sowohl vor ihrer Empfangniß, als nach ihrer Niederkunft, eine unbefleckte Jungfrau geblieben wäre. — Man flehet ferner aus den Erzählungen der Rabbiney, daß Jesus, ohngeachtet er in Unehren gezcuget und gebaren worden, er deswegen doch nicht untüchtig war in der Gemeinde zu erscheinen; denn der pandrra, sein Vater, warein Hcyde, ei» Zinmiermann seiner Profeßion nach, und es ist im Talmud festgesetzet, daß, wenn ein Heybe ei, ue Israelitin» schändet, cS mag nun mit, oder ohne ihren Willen geschehen, sie mag verlobt oder' noch ganz ledig scyn, so ist doch das Kind koscher, d. i. rein oder ehrlich, und darf in der Gemeinde erscheinen. Hierzu kömmt noch, daß die Stada, als Jesu Mutter, nicht freywiliig in das Laster der Hurerey verfallen, sondern daß pandrra sie in der Nacht heimlich überfallen, und sie ihn für ihren Verlobten gehalten hat. Das Evangei<im gedenket freylich von diesen Dingen nicht ein Wort, unterdessen findet man doch auch ausgezeichnet, daß Jesus xinHimnierinaim gewesen. Viele andere Dinge zu geschweigen, welche der Talmild von den Thaten des Jischn angemerket hat, und die sehr genau mit dem, was im Evangelio stehet, übercinstimmen. Wie denn auch so gar unter andern darinnen gemeldet wird', daß einige von seinen Jüngern in Jesu Namen Teufel beschworen, aus- , L 4 gctrie-