Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Neuntes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 134 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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IZ4 OUO Die Göttlichkeit unsers theuersten Heilandes ist so klar, daß wir hier nicht nöthig haben dieselbe erst zu erweisen. W«r wollen dahero Nur die schändliche und lügenhafte Erzählung aus dem Toldvth Jeschu fortsetzen. (Es werde» darinnen nach dem was wir oben schon davon angeführet haben," noch einige Beg bcnheiten und Wunderwerke, die Christus gechan habe, erzählet, die wir aber mir Stillschweigen üvergchen.) S. 8> heißt es: Am 5 ten Tage, da das Gericht von den Thaten Jesu nach Jerusalem kam, freueten sich darüber alle s)erlzrm d. i. die sich den Gesitzen ber Pharisäer und Schriftgelehrten widersetzten , eigenmächtige Leute, aber die Aeltesten, Frommen und Weisen erschrocken und weinten die bittersten Thranen, die Glieder des großen und kleinen Sbnedriums trauerten, dachten auf Mittel, wre sie über ihn ein Urtheil des Todes sprechen möchten. Um ihn nun also desto besser zu fragen, so sandten sie zu ihn 2 ansehnliche Glieder des kleinen Synedriums/Anaiiins, und Ahasirrs, diese erwiesen ihm fast göttliche Ehre, weil sie glaubten, sie würden ihn dadurch desto eher in ihre Fallstricke ziehen können. Sie redeten ihn daher also an: Die Aeltesten, Frommen, Weisen, und angesehensten Leute der heiligen Gemeine zu Jerusalem haben uns zu dir gesandt, und lassen dich durch uns bitten, daß du dich zu ihnen nach Jerusalem begeben möchtest, weil sie gehört, daß du Gottes Sohn seyst. Jestrs, der durch das ehrerbietige Bezeigen der