Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Siebendes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 108 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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re>8 LS GU» LS die Hand des Herrn verkürzet, daß sie uns nicht mehr erhalten kann? O! Schöpfer der Welt, wo bleiben deine Wunderwerke/ wo dein Eifer und deine Macht? Wem hast du denn die Schaafe deiner Heerde anvertrauet in dieser großen Wüstei!? Die uns unterdrücken sind stark und mächtig! Kann denn dieses den Augen des Herrn wohl gefallen, daß sie unsere Kinder mit dem Schwerdre zerhauen, und endlich die ganze Gemeinde tödten werden! Löwen und Baren zerreißen uns, wir sind ganz von starken, und grausamen Hunden umringet. Denn alle Völker verfolgen uns, wir werden von allen Seiten bestürmet, an allen Enden, und Ecken dedErden sind wir ein Scheusal, und müsse» allen zum Spotte dienen, da wir doch nicht wissen, warum uud weßwegen wir das Elend dieser grausamen Gefangenschaft ertragen sollen. Wie hoffen aber immer noch auf den Herrn. Denn außer ihm ist kein Arzt, und fragen nur mit hemüthigen Morten, ob wir denn endlich von dieser Krankheit genesen werden? Stolze lehne» sich wieder uns auf, und trachten nach unserm Leben, sie geben uns den Tanmelbechev gefüllt mit giftig und bitkern Getränke in unsere Hand, sie graben tiefe Gruben, und legen Fallstrixke, wo sollen wir endlich hinfliehen, da wir von Norh und Elend fast gänzlich umzärmet sind? Wir müssen endlich im Schlamm und Koth versinken, und jm Elend, und Gefangniß'herstecket werden, §>! Golk, es ist ein? so dicke Fm-