Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Zweytes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 25 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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OX» 24 ^sjrnel, d.'h. dieses ist das Zeichen, welches Gott zwischen sich und den Kindern Israel aufgerichtet hat. — Eben daselbst §. 2 r. fährt der Verfasser fort: Sobald die Juden bcym Untergange der, Sonne, wenn sich der Sabbarh anhebt, in der Synagoge, wo der Sabbathjon vorhanden, und dem Volke gezeiget wird, zusammen kommen, so richten sie alle ihre Augen nach dem Orte hin, wo dieses Wunderwasser aufbewahret ist. Wenn nun der Chastrn, oder jüdische Cantor den Lecha Dodi-Gesang eben anfangen soll, so zieht er den Vorhang von dem Kästchen ab, da man denn das Wasser darinnen recht stark wallen sieht, und zwar so stark, daß das Glas bald hin , bald her wankt, wobey zugleich das Wasser einigen rochen Sand und kleine Steine über sich treibt. Mittlerweile nun wird das oben erwähnte Lied in größter Andacht abgesungen, und der Sabbath unter Tanzen und Hüpfen, an etlichen Orten auch mit Musik er, wartet. So lange das Wasser seine Bewegung forkmacht, so lange halt die Versammlung mit ihrem Gebete an, und sicht immer nach dem Wunderwasser des Sabbathsons hin.- denn so bald dieses stille steht, so fangen sie durch ein Getöse das Borehu, oder Sabbathgebet, an, nach dessen Verrichtung sie einander in der Synagoge einen guten und gesegneten Sabbach wünschen. Das Wasser bleibt den ganzen Sabbath über unbedeckt ohne die geringste Bewegung stehn. Wenn aber derselbe zu Ende V 5 geht.