Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Zweytes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 24 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- hazzan 3× ep/1004827
OCR text
-4 »X* heiligen Schriften, welche in des Chasans Behältnisse sind, eine Zeitlang selbst verwahren. Der Chasan sollte bey Ablesung des Liedes: Leho Dodi, wenn nämlich der jüdische Sabbath einträte, nur manchmal an seinem Stand ein wenig anstoßen, damit die heiligen Schriften, welche der oberste Rabbi verborgen, dadurch ihre Würkung thun möchten. Dafür ward dem Chasan am Ende eines jeden Sabbaths eine ziemlich gute Belohnung gegeben. Der oberste Rabbi haj ihn darauf bey dem Namen des Allmächtigen beschworen, daß er das anvertraute Geheimniß niemanden offenbahre, und davon nichts Übels gedenke, sondern die Ehre der jüdischen Religion vielmehr dadurch zu befördern suche. Oben im ersten Abschnitte §. i8. schreibt er: Dieses geschöpfte Wasser wird auf folgende Art verwahret, und dem Volke, wie wohl gar selten, gezeiget. Sie haben eine Art Gläser von etwa einer Kanne nach unserm Maaße, die oben etwas enger als unten, und mit einem Pfropf wohl verwahret sind. Der Ort, wo sie aufbehalten werden, ist in der Synagoge bey der Lade, in welcher die; Bücher Moses liegen. Das Glas ist mit einem durchsichtigen Gitter, wodurch man des Wassers Bewegung sehen ^kann, umgeben, an der Wand veft gemacht, und mit den beygeseßten Worten überschrieben: Ge Hast, ascher strm El Bene üben Bene Israel