Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Erstes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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LA E LA diese: Der Fluß, scy etwa 17 Meilen breit, und bestünde aus einer wunderbaren Mischung von Steinen, Wasser, und Sand. Die ganze Woche über werfe derselbe eine Menge un« geheurer Steine aus; allein am Sabbathe sehe man darinne weder Steine noch Wasser, sondern blos einen trocknen schneeweißen Sand. Sein Wasser werde von allen umliegenden Völkern für heilig gehalten, weil es allen Aussatz, und andre Gebrechen heile. Daher man sich alle Mühe gebe, dasselbe zu bekommen, und keinem Viehe einen Tropfen davon mittheile. Das Land über den Fluß sey von einem so weiten Umfange, daß es aus 24 Reichen bestünde, davon jedes von einem eignen und besondren Könige beherrschet werde, die aber doch alle Vasallen, und Untergeordnete eines einzigen unumschränkten Monarchen sind, wie wir weiter unten hören werden. Uebrigrns habe das Land einen lieber, stuß an allem, was zum Unterhalte des menschlichen Lebens, zum Vergnügen, und zur Bequemlichkeit gehöre. Es sey mir Bergen, die ganz von Golde wären, ingleichen von Juwelen und Perlen so sehr versehen, daß alles dieses wie Koth bey ihnen geachtet würde. Nur das einzige Metall, das Eisen mangle ihnen. Dieses wird ihnen daher von andern Nationen geliefert, und es wird bey ihnen dem Golde gleich geschähet. Das wunderbarste in diesem Lande wären die Pferde, welche mit klein zerhacktem Schöpsenfleische gefüttert, und mit dem besten Weine geträn-