Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Erstes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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LS OSO LS iZ Städte und Plätze, ja ganze Ländereyen mit Juden angefüllt sind, so ist ihnen doch alle Gemeinschaft mit dem Müsse Sabbathjon verwehret: denn die nur erwähnte streitbare türkische Nation, erlaubet ihnen nie durch ihr Land zu zieh». Daher sie auch in beständige Kriege mir einander verwickelt sind. Bey diesen Umständen konnten wir freylich nicht durch das Land Kalikut zu dem Flusse Sabbathjon reisen. DieKarabane mußte sich deswegen entschließen,zu Wasser in das Land der weisen Mohren zu gehen, welche man Frankomohren nennt. Als wir dahin kamen, reiferen wir wieder zu Lande bis an ihre Grenzstadt Sebilia, von der man bis zu dem Flusse Sabbathjon nur ohngefähr noch L Tagereisen hat. Unrerweges nahm ich zu ver, schiedenemnalcn wahr, daß aus dem Meere schreckliche Feuerstammen, und ein entsetzlicher Manch anfstieg, so wie in den Gebürgen Siciiliens. So sähe ich auch ein solches Feuer aus einem Olivenbaume, welcher in einem Walde stund, hsrvorbrechen; und das ganze Meer schiene mir mit Schwefel bedeckt zu seyn. Die Personen die bey mir waren, sagten, daß dieses Feuer und Schwefel aus dem Schlunde und Pforten der Höllen käme, deren Ort hier seyn sollte. Ehe wir noch in die gedachte Stadt Sebilien hinkamen, hörten wir zu manchen Zeiten ein fürchterliches Geräusche, das dem entsetzlichsten Donner gleichte, und man sagte mir hier, daß dieses das Geräusche des Sabbathjon sey.