Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Erstes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- LL »UG und reißend fließe, daß wegen der ungeheuer großen Wellen, und des vielen Auswurfcs von Gand und Greinen kein Mensch sich über denselben wagen könne: Beym Eintritte des Sab-- baths aber, oder d-s Freykags Abends, höret man das ungestüme Bramen dieses Flusses nicht mehr, sondern er steht den ganzen Sabbach stille. — Die Existenz desselben suchen die Rabbinen sonderlich aus dem Josephus, und Vilnius zu beweisen. Allein diese ihre Beweisgründe verlieren ihre ganze. Stärke bey einiger Aufmerksamkeit. Denn Jostphus redet in seinem 7. Buche Kap. 24. von einem Flusse, welcher die ganze Woche trocken, und nur am Sabbathe fließend seyn soll. Dies ist gerade das Gegentheil von dem Sabbathson« Plinius dagegen erzälet im2. Kap. seines Z2. Buches, daß im jüdischen Lande ein Fluß sey, welcher alle Sabbathe austrockne. Allein der Sabbathjon liegt ja, wie wir unten hören werden, nicht im jüdischen Lande. Die Juden geben hier weiter vor, daß der Abyßinische König, Johann, an. den pabst zu Rom eigenhändig geschrieben, und bezeuget haben soll, es sey dem würklich also, daß der Fluß Sabbathjon die 6 Werkeltage über fließe; am Sabbathe aber werde sein Lauf gehemmek. — Sie haben auch würklich unter sich einen Brief, der zu LonfkantLnopel in hebräischer Sprache abgedruckt ist. Jedoch, wenn dieses Verfahren seine Richtigkeit hätte, so würde man doch endlich einmal in der Welt den