Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Achter Band (1771)
- Issue
- Drey und zwanzigtes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 355 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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S55 LS OX* LS drücklich gedacht wird, rühret daher, weil sie schon damals in die Stämme Benjamin und Ju» da mit cinverleibet und verloren gegangen waren. - llnsere heutigen Juden glauben, daß die Weggefährten Stämme noch ganze Lander und Staaten auf die glücklichste Weise beherrschten, wie wir bald hören werden. Es wäre aber, wenn das wahr seyn sollte, ganz unbegreiflich, warum Gott die io Stämme, welche sich in gewisser Betrachtung noch weit mehr an ihn versündiget halten, als die von Juda, welche doch zuweilen den Jehovah fürchteten, allein in so glückliche, und gesegnete Umstände versetzet haben sollte? Wir an unfern Theil glauben, daß sie an der Creuzigung Christi keine Schuld haben; von andern Sünden sprechen wir sie nicht frey. — Dieses vorausgesetzt, so wollen wir nunmehr die jüdischen Meinungen von diesen Stammen, und den Reichen derselben in genauere Erwägung ziehen. Dabey werden wir denn eine Menge wunderbarer Landschaften entdecken, deren Existenz und Lage den fremden ReligionSverwandtcn bisher noch gänzlich unbekannt gewesen sind. Wir werden hiernächst zugleich unfern Lesern eine Nachricht von der Nachkommenschaft der Ne-> chabiten mittheilen, deren Jerem. ZS. so nachdrücklich, und mit so vielem Ruhme gedenket.—