Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Achter Band (1771)
- Issue
- Ein und zwanzigtes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 335 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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S35 »x» Lge Da auch die Schrift von den Freystadten handelt, zeuget sie zugleich von dem weltlichen Reiche des MeßiaS: denn es heißt: „Wenn der Herr dein Gott, deine Grenzen erweitern wird, so sollst du dir noch z Frcystädte mehr machen." Wenn ist dieses aber wohl geschehen? Da nun der heilige hochgclobte Gott nie etwas umsonst anbefohlen hat, so folgt nechwendig, daß cs noch geschehen muß. Die Verheißungen, welche in de» Propheten davon enthalten sind, brauchen wir nickt anzuftchren, weil derselben eine gar zu große Menge sind. Du mußt dir aber nicht einfallen lassen, als ob der König Meßias nöchig habe, Zeichen und Wunder zu thun, die Welt gleichsam zu erneuern, Todte aufzuwccken, u. d» »ich Dse Sache verhält sich keineSwegcS also: denn siehe, Rabbi Akrinr war einer der größten Weisen. Er war einer von den Weisen, welche die Mischtter Verfertiger haben; und diM allen ohngeachter ward er doch des falschen MeßiaS Bcn Losebn, (d. i. ein Lügensohn) Waffenträger, weil er, und mit ihm alle Weise zu seiner Zeit würklich glaubten, daß dieser der Messias sey. Sie forderten deswegen weder Zeichen noch Wunder Von ihm. Als er aber um unsrer Sünde Willen gerödtet wurde, ohne das, was er im Sinne hatte, ausgeführt zu haben, so waren sie auf einmal von ihren Jrrthum überzeugt. Die Sache aber mit dem Meßias verhält sich also: Auförderst bleibet das schriftliche und