Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Achter Band (1771)
- Issue
- Neunzehntes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 303 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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OX» Z2Z nen, und wird daher für Pogelfrey erk'met. Man hat aus eben di«sem Grunde nicht erst nöthig, Zeugen wider sie abzuhöre», sondern die Macht, sie bey der ersten und nächsten Geb gm» heit, wo man ihrer halhaft werden kann, zu körten. — Jedoch der fahrt man nur gegen die« jenigen auf eine so strenge Art, welche llrheber dergleichen Ketzer eym sind, oder auch gegen die, welche sich gleich anfangs zu diesen Ketzern halten. —. AlleinKnit denen, w.lche in lo chen Ketzereyen aebohre» werden, als z.E. mir unsern heutigen Karaiten, soll man etwas nachsichtiger, und weniger barbarisch umgehen, und sie vorher, Wenns möglich ist, durch richtige Vorstellung zum wah--en Judenthiime zu bring.« suche,'- Ein oken Mumre, von welchem die Schrift redet, ist kein andrer, als ein großer Gelehrter, cer leibst ein^ichterliches Amt führet, sich aber halsstarriger Werse den Aussprüchen seiner CoUegen wid> netzet. Dieser muß nach der Schrift mir dem Zode bestraft werden, wovon ihn auch nicht einmal die Obrigkeit selbst zu befr.yen die Erlaubniß hat. Man verfahrt aber hürbey auf folgende Art mit ihm. Die Obrigkeit des Orts schickt ihn mit einigen Abgeordneten aus ihren Mitteln nack Jerusalem an das Snnedrium, welches bey dem Eingänge des Tempelberges sasis Dieses stellte ihm vor, daß er unrecht gehandelt habe. Wiederrief er hier, so war es gut. Wo aber nicht, so brachte man ihn zu dem Synedrio; das an der Oefnung des