Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Achter Band (1771)
- Issue
- Neunzehntes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 300 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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28» LA »X» LA Punkt auch nicht entscheiden, so ließen sie die um Rath fragenden Personen zu dem großen Synedrio hinbrmgen, von welchen die Sache sogleich, und bestimmt entschieden wurde. Nun aber da dies hohe Gericht nicht mehr ist. haben sich die Zankrenen unter den Gelehrten so sehr vermehrt, daß mau fast nicht mehr weiß, welche» Ausspruch man für wahr halten, und was man überhaupt glauben soll. - Das was der eine für erlaubt und rein halt, das erklärt j der andre für unrein, und unerlaubt. Mali hat sich desw.-gen wohl in Acht zu nehm-n, daß man hier die Mitt lstraße gehe: Demi meines Erachtens, spricht Ma moNid.s, soll man in solchen Dmg n, di aus der Schrift entlehnet sind, die Worte desjenigen Gelehrten am meisten für wah'' ernennen, der aufs strengste an denselben hält; in s lchen Dingen aber, welche die Gelehrten zu Erfinder Uno llrheber haben, demjenigen am meisten folgen, der am leichtesten davon urrh'ilet. — Das zrveyre Anpitel sucht die Frage zu entscheiden: Ob ein Synevrium die Schlüsse Md Satze des vorhergehenden wieder aufheben, und auch nach Beschaffenheit der Umstande die göttlichen Gesetze ändern, oder gar abschaff.n könne? Es heißt nämlich: weil die heil. Schrift sagt: „Gehet zu den Richter, welcher in diesen Tagen siyn wird " so erhelle hieraus deutlich,daß jma» sich oeu Verordnungen der Obrigkeit, unter kvelcher mau leve, schlechterdings unterwerfen