Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Achter Band (1771)
- Issue
- Siebenzehntes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 268 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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-68 *X» einzigen Punkte aethe,lt waren, so galt ihr Zeugnis; nichts, Stimmten sie aber durchgängig mit einander überein, so wurden sie zusammen vorgelassen, und nochmals scharf, und mit dem größten Nachdrucke angeredet, daß sie sich wohl bedenken möchten, damit nicht Ul» ihrentwülen UN-! schuldig Blut vergossen würde: denn eine solche k Sünde fände gar keine Vergebung. Der Allmächtige habe deswegen den Adam allein zuerst auf der Erde erschaffen, um gleichsam damit anzuzeigen, daß wenn einer eine Seele tödtcte, es ss eben so viel sey, als wenn er eine ganze Nachs. kommenschaft, und ein ganzes Menschengeschlecht K mit ihm zugleich geködert hätte. Gott habe auch ß zu dem ersten Menscheumördcr gesprochen: Das 8 Blut schreyek von der Erde zu mir; welches hier in diesem Falle auch statt fände. Indessen könn- N ten sie, wenn sich ihre Aussagen und Zeugnisse « würklich also verhielten, getrostes Muthes seyn, 8 und alle Furcht hierbei) aus ihrer Seele gleichsam 8 verbannen: denn sie wären dazu verpflichtet, da L «s Z Mos. z,i. hieße: „Wenn ein Zeuge da U ist der es gesihen hat, oder weiß, und zeigt es sl nicht an, so soll er dessen Strafe oder Sünde tragen.^ Sie hatten also nicht nöthig, des W Gottlosen Blnt zu schonen, wie sich Salomo W Sprichw. io, i«. ausdrückc: ,,Wenn die Gott- K losin umkommen, da ist Frolocken." — D Blieben nun die Zeugen nach dieser Anrede ss bcy ihrer Auslage, so ward der Missekhäter vor D Gericht gefordert, verhöret, und endlich verurrheilet.