Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Achter Band (1771)
- Issue
- Zehntes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 150 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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n« »2V 24 ganze Ströme des Segenrhaues herabstießen. Von dem Abend her kommen Regen, Schnee, Hagel, Kälte und Frost. Die mitternächtliche Seite endlich ist von Gott nicht ganz zu Stand« gebracht worden. Das ists, was Hiob 26,7. geschrieben steht: „Er breitet die Mitternacht über das Tohu, d. i. über ein unbereitetes, und unvollendetes Chaos, ans:" denn Gort sprach: Ist noch ein Gott außer mir, der komme her, und vollende dieses Werk. Aber eben da, schreibt der Verfasser weiter, ist der rechte Aufenthalt der Teufel, und bösen Geister: denn von Mitternacht kommt das Nebel her. Dieser letzten Meinung stimmt Rabbi Moses Bau Wachmann, in seiner Erklärung der; Bücher Mos. S- 92. E. z. bey: Die Teufel, spricht er, werden deswegen überhaupt Gchedim genennet, weil sie sich anfhaltcn 111V Bemakom Gchadud, an wüsten Oertern; denn ihre. H.anptwohnung ist in der wüsten mitternächtlichen Seite, welche von den anderen Geschöpfen wegen der unausstehlichen Kälte, die da herrschet, nicht kann bewohnet werden. Ein gleiches bezeuget Rabbi Menachem von Rekanat, und andere mehr. - Der Ort, wo die bösen Geister sich am liebsten aufhalten, ist unsere Erde; und da haben wir oben schon erinnert, daß sie daselbst am meisten die Gesellschaften der Rabbinen lieben. Daher haben diese sich auch für dergleichen Gesellschafter bch aller Gelegenheit gefürchtet, und ih-