Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Achter Band (1771)
- Issue
- Achtes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 124 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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124 »x» vergnügt und munter an. Daher kommt es, daß er bey einem jeden Todmgestlqe um die begleitenden Weiber allemal frölich herumhüpfet. Dem Verf. aber scheint die Hauptui srche seines Daseyns diese zu.seyn, damit er die traurigen Klagen der winselnden Weiber mit anhören könne; eine Sache, darinnen er ein besonderes Vergnügen findet. Anderswo, nämlich S 124. C. r. giebt daher eben dieser Verf. zur Ursache eines frühzeitigen Todes die Unvorsichtigkeit der Menschen bey Trauergefolgen an, wenn sie sich nämlich nicht genug von den Weibern entfernen. Denn von dem Augenblicke an, da man-die Leiche zum Haufe hinaus trägt, hält sich der Todesengel untet den Weibern auf, bis sie wieder in ihre Wohnungen zurückgekehret sinh. Und diese Gewohnheit ist ihm schon seit der Zeit, da er die Evarii verführete, eigen. Aus diesem Grunde haben linste weisen Rabbinen verordnet, daß, ehe man eine Leiche aus dem Hause fortträgt, allemal mir der Posaune geblasen werden solle, damit jedermann eine Warnung habe, denen Leichenzügen auszu-, weichen. —> (Die weisen Rabbinen!) Mehrere Vorsichtsregeln, die dieser Engel den Rabbinen ertheilet hat, liefert Rabbi Menachem von Reknnat in seiner Auslegung der 5 Bücher Mosisj S. lvz. C. r. A. E. Zur Zeit der Hnngersnoth und der Pest, soll man sich nicht allein auf den Straßen finden lassen, sondern im Hause verschlossen halten; und wo das Aus,