Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Achter Band (1771)
- Issue
- Siebentes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 112 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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nr 44 «X» Eifer Gottes sähe, und Merktedaß sein Tod unwiederruflich beschlossen sey, so rief er voller Zuversicht aus: „ O Fels, dessen Werke voll» kommen find! Alle seine Werke sind gerkchtt Er ist ein wahrhaftiger Gott, indem kein Unrecht ist. Er ist gerecht, billig, und fromtn" z. Mos. z i, 4. Und nachdem er dieses gesprochen hatte, nahm er rin Buch, und schrieb in dasselbe sein letztes Lied, und dem Schem-Hamps)<>räsch, d. i. den vollkommnen und unendlichen herrlichen Nahmen des grossen GvtttS. Indem er aber schrieb, näherte sich der schreckvolle Augenblick seines Todes : denn der Herr hatte dem Ertzengel Gabriel den Befehl' ertheilt, die Sedle Mssis vor ihm zu bringen. Allein dieser gütige Engel fiel hier Gott in die Rede, und sprach: Wie kann ich den Tod eines Mannes befördern, der ehrwürdiger, und mehr denn alle kimahlhundert taufend Israeliten? ist wie kann ich Mich unterstehen, einen Mann unwillig zu Machen, der mit so herrlichen, und grossen Eigenschaften geziert ist? Gehe du hin, sagte darauf der Heilige Hochgölobte zu dem Engel MiHäel, und hole mir die Seele meines' Knechtes Mosis. — Verschone mich, Herr der Welk, Mit einem so fürchterlichen Aufträge: drNn dir ist ja bekannt, daß ich der Lehrer dieses angesehenen Heerführers gewesen bin. Wie soll ich also seinen Tod nur gleichgültig betrachtenzu geschweige» gar bewirken könNen? —- im—