Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Achter Band (1771)
- Issue
- Fünftes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 70 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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72 L4 »X» aller nur möglichen rabbinischen Bücher studiret, und mit der größten Sorgfalt aufgesucht hätten. — Die zwey Erzengel Michael und Gabriel sollen oben auf der himmlischen Akademie eben so hitzig und heftig mit einander disputirey, als es die bey den berühmten rabbinischen Federfechtern HiUel und Gchamai hiernieden auf Erden gechan haben; und sie würden sich aus ihren Streitigkeiten niemals heraus wickeln können, wenn sich nickt ein noch gelehrterer und vornehmerer Engel allemal ins Mittel schlüge und die Streitfrage beyzulegen, und zu entscheiden suchte. S. JalkutLhadasch S. > 70. C. 2« — Daß die Engel den heiligen Hochgelobten zu gewissen Zeiten trösten müssen,haben wir schon im s. B. S. 28 r. angefähret. Es sollen aber auch dieselben von Gott bey gewissen Dingen zu Rathe gezogen werden, wie das Bucb Rabbak S. 7. C. z. 4. versichert. Als Gott, heißt es hier, den ersten Menschen Adam erschossen wollte, berarhschlagte er sich dieserwegen mir den dienstbaren Geistern, und sprach zu ihnen: 'lasset uns Menschen machen nach unserm Bilde, und nach unserer Gleichheit." Was soll es denn, fragten hierauf die Engel, mit den Menschen für eine Bewandniß haben? Es werden, sprach Gott, Gerechte von ihnen abstammen. — Das ist es, was Ps. i, 6. steht:" Der Jehovah weis ( oder läßt wissen) den Weg der Gerechten; aber der Gottlosen Weg vergehet." (d. i. nach ihrer Auslegung: läßt er verlohren geh»,