Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Achter Band (1771)
- Issue
- Erstes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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GX» 24 " nen dummen um guten Oath, und einen Ungelehrten um die Erklärung einer schwere» Schriftstelle ersuche, und dergleichen mehr. — Sonst hält Maimonides solche Verspottungen, und Sottisen für weit strafbarer, als die Betrügereyen im Handel und Wandel, deswegen, weil diese durch Geld wieder vergütet, und ersetzt , jene aber nie wieder ungeschehen gemacht werden könnten. Weil auch allemal die Schrift bey der Umersagung solcher Sünden dazu setze: „Du sollst dich fürchten für dem Iehovah deinen Gott," und : „Ich Dtt der Herr," s» beweise dieses, daß , wenn ein mit Worten beleidigter, und gekränkter Mensch Gott wider seine Beleidiger um Rache anrufe, er sogleich erhöret werde. - Unerlaubte Vortheile im Handel und Wandel anzuwenden, und den Waaren z. E. durch Kunstgriffe ein besser Ansehn, oder ein schwereres Gewicht zu geben, ist sowohl gegen dm Nächsten, als gegen Fremde unerlaubt, und mit der größten Strenge zu verbieten. Nie müsse man alte Sclaven durch Schminke zu verschönern, oder zu verjüngen suchen; nie alten Pferden oder anderm Viehe, item Gefäßen und Mobilien , den Schein eines größer» Werths anstreichen?j'als sie wirklich besitzen, denn alles dieses heißt: nvi Genebeß Daaß, d. i. man stiehlt dadurch seinem Nächsten das Herz, oder so zu sagen, die Gedanken, indem ev etwas schönes und fürtrefliches zu kaufen glaubt, und