Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Siebenter Band (1771)
- Issue
- Drey und zwanzigtes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 361 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LS »X* Ls . So niederträchtig aber die Juden von dem Ursprünge der Seelen.andrer Nationen denken, und so abscheulich sie dieselben bei) aller Gelegen, heit charakterisiren, so einen vortheilhaften, und edeln Begrif machen sie dagegen von der Abstam« mung der ihrigen: denn sie lehren alle mit einem Munde, daß sie ihr Wesen von der göttlichen Substanz selber haben, so wie etwa des Sohnes Wesen von dem Wesen des Vaters sey. So heißt es z.B. im Emeck^amclech S. rar. C. 4. Die Seelen, roelche Gott erschaffen hat, sind lebendig, und ewig: denn sie sind Funken von dem Wesen des gebenedeytcn Gottes. Daerhellet aus den Worten r B. Mos. 2,7. „Er bließ ihm (dem Adam) eine lebendige Seele in seine Nase. Wer nun jemandem etwas einblaser,und durch seinen Hauch mitlheilet, der muß ihm zugleich von seinem Wesen selbst etwas einhauchen , und mittheilen. — S.; .C. s. spricht eben dieser Verfasser: Die Seele ist ein Licht, und Funke von der ewigen und herrlichen Substanz Gottes: denn sie stammet von desselben großem Lichte, und von seinem herrlichen Feuer ab,von welchem es 5 B Mos. 4,2>.heißt! „Der Herr dein Gott ist ein verzehrend Feuer." Gleichwie man aber von einem brennenden Lichte, viele andre anzünden kann, ohne dem ersten einen Ab, gang zuzufügen; so auch mit den Seelen, wen« sie von dem Feuer des lebendigen Gottes, anger zündet werden, und von ihm ihr Wesen, lind ihre Existenz empfangen— Aus diesem Grunde Zs wird