Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Siebenter Band (1771)
- Issue
- Ein und zwanzigtes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 335 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Llf »XO s-r einigemal nach einander bekommen hatte, und er beharrete in seinen vorigen Sünden, so ließen ihn die Richter, wenn sie gar keine Beßrung an ihm bemerkten, in ein enges Gefängniß, darinnen er sich kaum bewegen , und aufrechtS ste« Hetzen konnte, bringen , und mit dem Brode und Wasser der Trübsal speisen, d. i. sie ließen ihm Brod und Wasser so kärglich zumessen, daß seine Eingeweide Nach und nach zusammen schrumpften und wenn er denn ausgehungert genug war, so ließ man ihm auf einmal von Gerstenmehl bereitete Speisen, und Gerstenbrod in solchem Ueberfluße reichen, daß er davon bürsten mußte. Zur Zeit des zweyten Tempels gieng, sonderlich bcy den Juden, die außer dem Lande Ranaan wohnten, noch eine andre Prügelsuppe im Schwange, ich meine, die von uns oft erwähnte Makkus Mardus, oder Stockprügel , womit man hauptsächlich diejenigen bewillkommte, welche die Aufsätze der Schriftgelehrten und Pharisäer leichtsinnig übertraten. Dabey war zwar keine gewiße Zahl festgesetzt, sie wurde aber doch bisweilen so nachdrücklich gegeben, daß mancher den Odem darüber verlvhren hak. — Daß sich die Juden auch noch jetzo in einigen Ländern die Freyheit nehmen, die Geißelung unter einander zu exequjren, beweiset Schudt m seinen jüdischen Merkwürdigkeiten Th. i. S. 286. mit dem wahrhaftigen Beyspiele eines gewissen Uriel