Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Siebenter Band (1771)
- Issue
- Ein und zwanzigtes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 334 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Z24 *X« Masse, so mußte gleichfalls die Harke gemildert und eingehakten werden. Die Geißel selbst war aus einer Ochsenhaut also verfertiget: Zween kurze und ein lättgrer Riemen , den man in die Mitte nahm, wurden oben an dem Griffe eine Faust breit zusammen geflochten, daß sie konnten angegriffen werden, die andern Enden waren mit zwey Knoten, die man auf und nieder schieben konnte, wohl versehen. Alle z Riemen waren eine gute Hand breit. Der mittelste wurde vermittelst eines andern etwas schmählern Riemens, welcher nach einiger Meinung von Eselshaut gewesen seyn soll, so viel verlängert, daß, wenn man damit schlug, er dem zur Geißlung Verurrheilren bis an die Brust, und den Nabel reichte, daß folglich ein Verbrecher mit jedem Schlage allemal drey Schlage zugleich bekam, Cimlich zwey auf den Rücken , und einen auf die Brust. Da es nun in der Schrift heißt, daß sie Z9 Schläge bekommen sollten , so.halten einige Hebräer dafür, daß der Gegeißelte in allen nicht mehr als iz Hiebe gekriegt hätte; und wenn die Richter haben wollten, daß er auch den 4osten Streich erhalten sollte, so hätte der Gerichtsdiener etwas rückwärts treten müssen, damit er ihn blos Mit den länger» Riemen habe treffen können. Nach ausgestandener Strafe war der Gegeisselte eben so ehrlich, wie zuvor, und es gereichten ihm seine Schläge zu keiner Schande. — Ereignete sichö aber, daß einer die Geißlung schon einiger