Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Siebenter Band (1771)
- Issue
- Ein und zwanzigtes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 323 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LL »X» LsL ZIZ so wie es ihr Rang und die Zeit ihrer Beförderung erforderte. Sie saßen übrigens so, daß sie einen halben Zirkel formieren, und sahen alle mit ihren Gesichtern gegen die Morg nselte hur. Unten zu ihren Füssen befanden sich zween Schreiber, einer zur Rechten schrieb die Stimmen ans, welche den sMklagten lossp> achen, und der andre zur linken, die, welche ihn verdammten z wie denn auch die Losgesprochnen zur Reelnen, und die Vcrurtheilten allemal zur Linken hingestellet wurden. Diejenigen, welche man in dieses ansehnliche Gerichte aufnahm, durften nicht gar zu alt noch kindisch, auch nicht unbeweibt, noch kinderlos, desgleichen nicht grausam oder unbarmherzig seyn; Man suchte nur verständige, gesittete, ansehnliche, und wohlgewachsene Männer, und die so viel möglich ohne Fehler waren, Larzu aus. Bey der Aufnahme in dieses Gerichte wurden sie, mit Austegung der Hände zu Mitgliedern eingewehhet. — Das Zimmer in welchem sie richteten, war im Tempel, und hieß LischchoßHagoftst, d. i. das auspolirte Sreinzimmer. ._ Wenn sie nun Gerichte halten wollten, so saßen sie von den Morgen. bis zu dem Abendopfer, und also fast den ganzen Tag. Sie brauchten nicht alle zusammen zu kommen, als wenn eine Sache von Wichtigkeit ausgemacht werden sollte: außerdem war es schon an 2z Personen genung. Zur Nachtszeit durfte gar kein Gericht gehalten werden. — Woraus rr- T 2 hellet,