Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Siebenter Band (1771)
- Issue
- Sechzehntes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 244 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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-44 4L »X» von Wein, Honig, Milch, und dem köstlichsten Balsam fliesten. Den Anfang zu diesem Wohlleben soll Gott, nach dem Vorgeben des Rabbi Berachia selbst machen: «künftig wird der Hochgelobte seinen geliechten Knechten eine Mahlzeit zubereiten, an der alle diejenigen mit Theil nehmen sollen, welche in dieser Welt kein Aas, noch andere verbothene Speisen gegessen haben " S. Vagikra Rahba S 146. C. 2. Im Bamidbav Rubber ( S. 20 s. C. 2.) wird gezeiget, daß bey der Mahlzeit, die Gott in jenem Leben denen Gerechten geben wird, weder Gewürz, noch Balsam nöthig seyn, sondern daß die Nord-und Südwinde alle wohlriechende Ausdünstunge.» des Paradieses der Gegend wo die Mahlzeit gehaktem wird, zuwehen, und denen Gerechten alle Sinne damit erfüllen werden. Das sey es was Hohel. 4, > 6. stehet : „Wache aufNordwind, und komm Südwind, wehe durch meine» Garten, daß sein Gewürz triefe." — Daß unsre heutigen orthodoxen Juden dieses herrliche Mahl einstimmig glauben, und alle von Herzen Theil daran zu nehmen wünschen, erhellet unwidersprechlich aus denen Gebeten, worinnen sie darum bitten,; und welche wir in unserm 1 sten. und 2ten Bande hie und da beygebracht haben. Weil diese berühmte Mahlzeit einen Haupttheil ihrer künftigen Glückseligkeit ausmachen soll, so müssen wir sie etwas vollständiger beschreiben. Rabbi Akiba macht in dem Buche Ochi-