Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Siebenter Band (1771)
- Issue
- Dreyzehntes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 205 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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LL *x» so; von den Zeiten Mosils bis zur Vabylonir scheu Gefangniß, welches eine Periode von mehr als 800 Jahren ist, nicht mehr als nur eine Kuh verbrannt worden wäre, da doch so viele hundert tausend Menschen im Lande gs, wesen, die beständig eine große Menge von Tod, reu unter sich gehabt hätten, der vieley Kriege nicht zu gedenken, denen sie immer ausgesetzt waren, und dabey doch allezeit eine Menge Volks umkam, worzu also wohl eine einzige Kuh nicht zugereicht haben würde. Uebrigens wurde diese röche Kuh aus dem öffentlichen Schatzkasten bezahlet, und kam sie gemeiniglich sehr hoch zu stehen. Denn der Vesitzid eines solchen, mit allen erforderlichen Eigenschaf« ten versehenen Viehes, konnte dafür verlangen, was er wollte; davon Lundius S. 68 r. C. i. folgendes merkwürdige Exempel aus dem Talmudischen Tractake Reduschim anführt: Als man einstens einige kostbare Edekgesteine zum Leibrocke des. Hohenpriesters von einem Heiden aus Askalpn, welcher dergleichen Pretiosa führte, behandeln wollte, so traf es, daß der Schlüssel dazu unter dem Hauptküffen d:s schlafenden Vaters,von dem Besitzer der Edelsteine verwahret lag. Dieser Mann war gegen seinen Vater so zärtlich, daß, ehe er denselben in seiner Ruhe stöhrte,er lieber einen Gewinnst von 600000, oder wie andre wollen, von 802220 Goldgulden fahren ließ. Diese zärtliche Liebe aber habe ihm Gott nachher auf diese Weift belohnet, daß er