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Der Jude · 1771-01-01 · Sechstes Stück (1771) · p. Seite 91

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Jude
Volume
Siebenter Band (1771)
Issue
Sechstes Stück (1771)
Date
1771-01-01
Page
Seite 91 (sequence 11)
Language
German
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LL *x* LL 91 kurz, und geheimnißvost. Hätte er das damals rohe Volk, mit dergleichen geistlichen Wahrheiten, zur Erfüllung vergöttlichen Gebote reitzen wollen, so würden sisWt nicht geglaulMhabm, weil ei eine zukünftige und entfernteSaWwetraf; und womit hätte er ihnen auch ihre Gewißheit erweisen wollen? Ein verständiger und sieißiger Bibelforscher findet die geheimen Winke davon, nach und nach , und dieses muntert ihn eben zu mehrerem Nachdenken bey Lesung der heiligen Schrift auf, welches wir für übersikißig halten würden, wenn wir auf einmal ju einer deutlichen Einsicht aller geoffenbarten Lehren gelangten. — Von der Feit, in welcher die Toden auferstehen sollen, finden wir folgende rabbinische Meinungen: Der berühmte Don Isaak Abarbanel, redet davon bey Erklärung der Worte Es. 18, z. „Alle, die ihr auf Erden wohnet, und die im Lande sitzen, werdet sehen, wie man das Panier auf den Bergen aufwerfen wird, und hören, wie man die Trompeten blasen wird," also: Die zwote Art der Auslegung dieser Stelle ist , daß er, der Prophet, damit das große Wunder habe anzeigen wollen, welches der hochgelobte Gott in den letzten Tagen zur Zeit der allgemeinen Versammlung der im Exilio befindlichen Juden verrichten wird, nämlich das Wunder der Auferweckung der Toden, aus welchem alle Beäwhner des Erdbodens die ^Wahrheit des Heiligen Hochgelobten erkennen werden—

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