Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Siebenter Band (1771)
- Issue
- Fünftes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 70 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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7-> *XO El David sey in keinem Winkel des! Gefängnisses zu finden. Sogleich setzte ihm der König bis an den Fluß Gösau nach, wo man ihn zwar antraf, aber sich dennoch seiner Person nicht bemächtigen konnte. Denn El David theilte bey der Ankunft des Königes mit seinem Mantel den Fluß, gieng trocken hindurch, und lachte seine Verfolger aus. So sehr es auch immer in die Augen fiel, daß dieses nichts anders als Blendwerk und Gaukeley seyn könne, so ließ sich doch der König bey nahe dadurch verleiten, den Verführer für den wahren Meßias zu halten Seine Munster aber wußten ihm diesen Jrrthmn zu benehmen, und ihn zu vermögen, daß er denen Juden die Auslieferung dieses Bösewichts unter der Drohung des Todes anbefahl. Die armen Juden wären gewiß in die äußerste Gefahr gerochen, wenn sich der Schwiegervater des El Davids nicht der gemeinen Wohlfahrt angenommen, und seinem Herrn Eidam, der listig genug war, allen Nachstellungen seiner Feinde zu entweichen, durch einen Preiß von looo Ducaten ermuntert, in der Trunkenheit drn Kopf abgenommen und ihn dem Könige zugeschicket hätte. Noch speciellere Umstände die» ser Geschichte f. im Schebee Jsehuda S. zz. C. i.— Eine andere und zwar römische Geschichte, die, wenn sie gewiß seyn sollte, von der äußersten Leichtgläubigkeit der Juden in dem Puncte von der Ankunft ihres Meßias zeuget, finden wir