Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Siebenter Band (1771)
- Issue
- Viertes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 62 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2577043-2577053-9903528--2724-2579645- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
«r LL »X* L4 ihr nicht, wie er vor mir und meinem Schwerdte zittert? — Die Juden abe> konnte diese Antwort nicht zufrieden stellen sondern nunittehro fragten sie ihn erst: Was er denn für ein Zei, chen, oder Wunder thun wollte um seine Meßia- Nische Gewalt Und Würde zu legitimiren? Ich brauche kein anderes Zeichen, antwortete er, als daß ich euch sage: Ich bin der Meßias", und ich werde glücklich seyn. Allein, das haben sich andre auch geruhmek, wandten sie ein, und sind doch unglücklich gewesen. Durch solches Mistrauen fand sich der Herr Meßias so s-hr beleidiget, daß er die ganze hochlöbliche Gesandschaft der Juden von sich sagte. Noch ließen sie nicht von ihm ab: Denn sie schrieben Mn Tag darauf, ein allgemeines Fasten ans, gierigen an demselben in Proceßion, nebst ihren Kindern, die sie vpr sich her ziehen ließen, noch einmal zu diesem Betrüger, und baten ihn mit den kläglichsten Worten, und jammernden Thränen, sich ihrer zu erbarmen, und von seinem uns glückseeligen Unternehinen abzulaßen. Er ankwoMte: Ich will zwar um dieser Rleineir wil, len,Balles thun, was ihr von mir verlanget, aber unter der Bedingung, daß mir der König allen Meinen bisher gemachten Aufwand erstatte. Als ihm die Juden vorstellken wie er denn von einen so Mächtigen Könige eine solche Demukh und Unterwürfigkeit erwarten könnte? so erwiederte dieser versiuchke Lügen - Meßias: (das sind die eignen Worte des Verfassers,) Wenn ihr mich