Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Sechster Band (1770)
- Issue
- Funfzehntes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 234 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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»Z4 «X» der köstlichen Milch noch von dem Schiemen rof, herrlichen und reinem Orle re. rc. Ich soll denjenigen Tag nicht sehen, an welchem der Meßias kommen wird , wenn ich nicht steif und fest halte, was ich versprochen habe, u. s. w. Das ist es alles, was wir von den Eid» schwüren der Juden aus andern Schriftstellern anzuführen haben. Nun ist uns noch übrig, daß wir unsere eigene unparteiische Mcynung über diese zweydeutige Materie eröffnen. Wer alle Jüdische Lehren genau durchsehen und mit einander vergleichen will, der wird leicht einsehen, daß eine Christliche Obrigkeit bey den Eiden der Juden in keinem andern Falle einen Betrug zu befürchten hat, als in denenjenigen, welche sie (die Juden) für gezwungene Eide halten, indem sie nämlich glauben, daß das über diesen oder jenen gefüllte llrtheil ihren eigenen Gesetzen nach, widerrechtlich und gewaltthätig ist, wenn z. E. einer seines Lebens, oder. Vermögens beraubet werden sollte, der dergleichen Strafe nach ihren Gesetzen nicht verdient hätte rc. Denn, was die Entbindung von den Eiden betrift, so erstreckt sich dieselbe sowohl über die denen Christen als Juden gesckworne Eide, aber doch auch nur auf solche, durch welche niemand eitlen Nachtheil leidet, denn in diesem Falle muß ja die andere Partey dabey seyn, und die Entbindung einwilligen , welches doch niemand mit seinen Schaden ihun wird. Dieses