Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Sechster Band (1770)
- Issue
- Funfzehntes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 228 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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2L8 LS »X» LS Hand darauf, und wendet sein Angesicht gegen Morgen, als nach der Gegend Jerusalems. 7) Alsdcnn saget ihm der Richter nach des Maimonides Lehre (in Hilch. Schevuorh C> 8.) folgende Beschwörung n vor: nämlich i) erbeschwöret ihn bcy dem Herrn, dem Gott Israel, daß er wahrhaftig sage, ob die Thephillim und der Talles nebst den Zitzis koscher und ächc sind, und ob er dieselben dem Gesetze gemäß itzt angeleget habe? 2) Ob das gegenwärtige Gesetzbuch das rechte soy, welches die Juden in ihrer Synagoge zu brauchen pflegen? z) Ob er das gegenwärtige Gericht für seine rechtmäßige Obrigkeit halte, die Macht und Freyheit habe, ihm einen Eid abzufordern? 4). Ob er den ißt zu schwörenden Eid für einen rechtmäßigen, ungezwungenen und freywilligen Eid halten wolle? 5) Ob er denselben gegen einen Christen eben sowohl als gegen seines gleichen zu halten, willens sey? 6) Endlich beschwöret er die gegenwärtigen Jüdischen Zeugen, ob sie wider gegenwärtigen Juden, wenn er einen falschen Eid thun sollte, allesammt zeugen, ihn als einen Meineidigen verwerfen und unter allen Flüchen aus ihren Schulen verbannen wollen? Worauf sie alle antworten: Omen! Ja! Hierauf wird die in dem Maimomdes befindliche Warnung dem Juden zu bedenken vorgelegt, oder sonst noch eine Ermahnung an ihn gehalten. Sodann wird er nach seinem Namen gefraget, von welchem er eine förmliche und völlige