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Der Jude · 1770-01-01 · Funfzehntes Stück (1770) · p. Seite 227

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Jude
Volume
Sechster Band (1770)
Issue
Funfzehntes Stück (1770)
Date
1770-01-01
Page
Seite 227 (sequence 3)
Language
German
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LS «X» LS 2-7 geschworen Haft bey der Seele, die du an dem jüngsten Tage für das Gerichte bringen müßt, durch Gott und Abraham, Vsaac und Jacob; Es ist wahr, deß helff dir Gott und der Eide, den du geschworen hast, Amen. Man Hat zwar nach der Zeit diese Proceduren anders eingerichtet , und zu verbessern gesuchet, wie insonderheit Bodettschatz ( Th. 2. C. 5. s. kirchl.Verf.) davon weitläustig handelt, aus welchen wir noch das vornehmste hieher gehörige anführen wollen. Nach einigen Cautelen die er vorher angiebk, recensirt er folgende Gebräuche, die man bey den Eidschwüren der Juden zu beobachten pflege. 1) Nachdem die Gesetzrolle durch den Rabbinen und andere Juden vor Gericht gebracht worden, so muß 2) der Jude seine Tephillim auf den Kopf und linken Arm legen,ingleichen seinenTalles und Zitzis herbeschaffen, wozu er bisweilen auch sein Sterbekleid mit anziehen muß. z) Müssen, wo möglich, zehen Jüdische Mannspersonen oder doch zum wenigsten drey als Zeugen dem Eide beywohnen. 4) Vor dem Schwur, muß sich sowohl der Schwörende als die andern umstehenden Juden mit dem gewöhnlichen Seegen die Händewaschen.;) Muß der schwörende Jude sein Tephlllin und seinen Talles nebst^ denen daran Hangenden Zitzis auf den Kopf, unter lautem Aussprechen der Jüdischen Seegen legen. 6) Nimmt er die Pergamentne Gesetzrolle, nachdem er sie geküsset, in den rechten Arm, legt die linke P 2 Hand.

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