Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Sechster Band (1770)
- Issue
- Siebentes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 110 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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ne» ZS *XO LZ ken, sich sowohl mit Heidinnen als andern verbotenen Weibspersonen zu behängen, daher sie von einem so großen Heere böser Geister bewacht wurden, welches ich unmöglich durchdringen, und also an keinen Juden kommen konnte. lieberdis hatte ich auch dadurch mein Nebel nur ärger gemacht, und meine Seele noch ärger beflecket, und beschmutzet; daher mußte ich von da weiter wandern, bis ich endlich nach einer siebenjährigen elenden Reise in der Wüsten Juda , von größter Noch gedrungen , in eine trächtige Hirschkuh fuhr. Allein auch da hatte ich mir sehr übel gebettet, denn meine menschliche Seele konnte sich mit dieser viehischen nicht anders als sehr schlecht vertragen, die meinige wollte aufgerichtet, auf zwey Beinen, die Hirschseele auf 4. Beinen herumspringen; so empfand auch meine Seele einen gewaltigen Eckel an den Gerüche und der Unreinigkeit dieser Hirschkühe, welches vornämlich von ihrer mir ungewohnten Speise herrührte; nicht weniger mußte ich von ihrer Brut, die ihr überall nachfolgte, vielen Verdruß ausstehen. Die arme Hindin hatteäuch keine goldneZeik dabey, denn ich wußte sie so zu dreßiren,daß ihr für großer Onaal der Bauch aufschwoll, und daß sie sich endlich aus Verzweifelung von einen jähen Felsen herabstürzte, und ihre Eingeweide ausschüttete. Aus diesem Leichname nahm ich meinen Weg nach Sichern, wo ich bald Gelegenheit fand, in den Leib eines Jüdischen Cohens oderPriesters zu fahren. Allein die-