Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Sechster Band (1770)
- Issue
- Viertes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 53 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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5? 4L *** 4L Es ist in vielen Büchern unsers Volks hier und da gedacht, daß Gott das, was er geschaffen, einander entgegengestellet habe, als Gerechte, und Gottlose, das Paradies und die Hölle. Nach dieser Meinung ist die Hölle und das Paradis neben einander. Warum dieses geschehen ist, das hat nach dem Ausspruche der Rabbinen in den rNeddrasiH über den Pred. Salem, diese Ursache, damit gleichsam das-Paradis ein Schutzort der Hölle sey. Wie weit diese einander so widrigen Orte eigentlich von einander entfernt sind, darüber sind die Rabbinen nicht einig. Rabbi Iochanan unterscheidet sie durch eine einzige Wand. Rabbi AHa setzt nur eine Faustbreit Platz zwischen beiden. Hingegen die andern Hochweisen Rabbinen bestimmen allesammt nicht mehr als einen Zwischenraum von 2 Fingern. Hiermit stimmet auch das Puck Zijoni S. 2. C. 2. überein, und setzet noch hinzu, daß das Paradis nach Ps. 17,14. „lind mit deinem Nord füllest du ihren Bauch" Nord-Ostwärts. (Der Verfasser übersetzt das Wort "^2128 Afllnecha sehr schlecht, durch deinen Nord, da es eigentlich: -Mit deinen verborgenen, nämlich Schätzen, heißt:) und die Hölle Nord-Weftwarts liege. Ferner fließet, nach den Berichten dieses Buchs, eben so wohl ein Strom aus der Hölle, als aus dem Paradiese, nur daß der Höllenstrom heißes Wasser enthält, vvn welchem ein Jüdischer Schriftsteller, dessen Name uns entfallen ist, die warmen Bäder herleitet. Dz Die