Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Sechster Band (1770)
- Issue
- Viertes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 51 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2577043-2577052-9903501--2271-2579217- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
GM LL 5t ÄLimm hin das, was du deinem Eingeweide gegeben, indem du deinen Wanst täglich mit Fressen und Saufen vollgefüllet, und dir Freßfeste und Saufgelacke angestellet, deinen armen Neusten aber mit nichts erquicket hast. Es geschiehst dir hier nach dem Ausspruche Malach. 2,3. „Und ich will den Koch eurer Feyertage euch Ms Angesicht werfen." Nach diesem wird der Mettsch äN seinen Augen, Händen, Füssen und alle» andern Gliedern, in Gegenwart der Seele bis auf den zosten Tag durch das Beißen der Wurmet auf das jämmerlichste zernaget und gequalet; indem der Talmud an vielen Stellen, und mit ihm ändere Bücher ausdrücklich lehren, daß jede Leiche jeden Biß und Stich der WürMer noch viel lebs Hafter fühleals ein lebendiger. Denn, unsre Weisen lehrenheißt esder Wurm sey einem Tobten eben so beschwerlich und schmerzhaft, als eine Nadel in dem Fleische eines Lebendigen. Zwar wird diese Lehre vom Mminomdes und vielen neuern RabbineN ängefochteN, und in uneigentlichen Verstände angenommen. Alleindiese vernünftige Vorstellungen finden bey den Inden keinen Beyfäll, weil sie dadurch den ausdrücklichen Lehren des Talmuds zu augenscheinlich wiedersprechen. Das erhellet allein daraus, weil ihnen ein tägliches Gebet vorgeschriebeN istwelches also lautet: Lasse dir es doch gefallen Jehova, mein Gott, Und Gott meiner Väter- UNd nimm, mein Gebet und meine Werke zü . ' D 2 Gna-