Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Sechster Band (1770)
- Issue
- ZweItes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 22 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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-r EXE dienst darinne bestehe, daß man alle Pflichten mit Liebe und Gehorsam gegen Gott beobachte, so wie semand einem Freunde die schwersten Dienste aus blosser unintereßjrter Liebe und Freundschaft zu leisten im Stande ist. Und dieses sey auch selbst der Befehl Gottes durch Mosen: hu sollst den Herrn deinen Gott lieben! hierinnen habe auch eigentlich des Patriarchen Abrahams Vorzug bestanden, daß er alle seine Handlungen und Glaubensproben, blos aus Liebe und Gehorsam gegen Gott übernommen, Deswegen nennt ihn auch Gott seinen geliebten Freund. Zu diesem hohen Grade der Tugend aber könne man flicht anders gelangen, als wenn man alle jrrhische Geschäfte unterließe, und alle seine Kräfte und seinen Fleiß auf die Erkenntnis Gottes, die aus seinem Worte geschöpfet wird, wende. Hier beschließet Nstaimonides sein erstes Buch. Ehe Wir nun zu dem zweiten forkgehen, wollen wir erst die ganze Lehre der Juden von her Büße und Vergebung der Sünden, so wie auch die , von den künftigen ewigen Belohnungen und Strafen im Zusammenhangs Vorträgen , indem wir diesen Art darzu qm bequemsten hasten, Da die heutigen Juden bey ihren Sünden ihren einzigen Trost auf die Buße setzen, so kann man leicht henken, in was für einem hohen Wer-- the sie bey ihnen stehe, Ihre Vorstellung davon ist so groß, daß nach ihrer Meinung, nicht nur die Vergebung ihrer Sünde, sondern auch ihre Erlösung und die Ankunft des Meßlas da-