Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Sechster Band (1770)
- Issue
- Erstes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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»X» 7 um, daß etwas Gutes an ihn! erfunden ist vor dem Herrn, dem Gott Israels." Eben so giebt "S Sünden, deren sine einige viele gute Werke überwieget. Nun ist der Fall möglich, daß das Unglück des Gerechten eine einzige solche Sünde, und das Glück des Gottlosen ein einziges gutes überwiegendes Werk zur Ursache haben kann; nach Pred. Sal. 9, lg. »Aber ein einiger Sünder (das ist nach Maimorrides Erklärung der nur eine einige Sünde thut,) verderbet viel Gutes." Hieraus folgert er, baß sich jedermann selbst für ein Mittelding halten/und daher für jede Sünde sorgfältig hüten solle, damit die Summe derselben nicht das llebevgewichte über die guten Werke bekomme, und über ihn und seine Mitbrüder Unglück bringe; hingegen soll man sich der Tugend um deswillen befleißigen, damit das Gewicht des Guten immer schwerer werde, und die Summe der Glückseligkeit, die auf die Tugend folgt, vermehre. (Eine sehr mathematische Rechnung! Lieber die Tugend und das Laster mit Ellen gemessen.) Er gehet noch weiter. Wenn die Tugenden und Laster eines Menschen im Himmel abgewogen werden, sagt er, so werden ihm die erste und zweite Sünde, nicht sogleich mit angerechnet,überwiegen nun die erster», die letzter» von dem zten (Laster) angerechnet, so ist er gerecht; bekommen aber die Laster von dem zten angerechnet, das Übergewichte über die Tugenden, so ist er ein Gottloser, und die beiden ersten werden auch noch A 4 mit