Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Fünf und zwanzigtes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 390 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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4 syo »X« und es wurde ihm so angerechnet, als ob er dem Herrn ein Brgiidopfer gebracht hätte. Wie verfuhr man. aber mit einem einzelnen Verführer? Derselbe ward, er mochte nun viele oder wenige verführet haben, gesteiniget. Und diese Strafe wurde ihm auch sogar aldann zugesprochen, wenn er nur die Ab sicht, dieses Verbrechens gehabt, obgleich.nichtausgeführet hatte. Die gewöhnliche Warnung, welche bey andern Missethatern durch zween Zeugen geschähe, fiel bey einem solchen weg. Das Verhör aber, das man mit ihm vornahm, bestund darinne. Derjenige, den er zur Abgötterey hatte bereden wollen, ^var schuldig, diesen Bösewicht bey der Obrigkeit anzugeben. Von derselben wurden ihm (dem zu verführenden) 2 Männer zugsordnet, welche er an einem besonder» Orte versteckte, wo er sich mit seinem Verführer unterredeke, und ihn nochmals um die Gründe fragte, warum er den Götzen dienen sollte. Wenn dieser nun alle Beredsamkeit anwendete, um seinen Zweck zu erreichen, so brachen die beyden unbemerkten Zuhörer hervor, nahmen ihn gefangen, und führten ihn vor das Gericht zur Verurthcilung, weil nunmehro die Gewißheit seines Verbrechens durch -das Zeugniß dreyer Menschen außer allen Zweifel gesetzt war. Im sechsten Capitel beschreibt er die Art der Zauberey durch den Obh und Iidom. Die Zauberey des (Z)bhs bestund nach seiner Meynung Lamme, daß der Zauberer ihm ein gewisses Rauchwerk räucherte, wobey er zugleich mit einem Myrtenreiß,