Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Vier und zwanzigtes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 383 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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AS OXA AS S8Z Im ersten Capitel suchet er den Ilrsprung der Abgötrerey auf. Er leitet sie aus den Zeiten Enoseh, eines Sohns Seths her, als in welchen die Menschen in den grossen Jrrthum verfallen wären, in welchen Enosch selbst gestanden, daß da sie nämlich Sonne, Mond lind Sterne in ihrem herrlichen Glanze erblickten, sie zwar erkannten, daß alle diese, Creaturen und Diener Gottes wären; allein sie urtherlken falsch, daß sie glaubten, Gott wolle diese seine herrlichen Geschöpfe von ihnen geehret wissen, so wie etwa ein weltlicher König von denen Unterrhanen verlangt, daß sie auch seine Ministers ehren sollen. Da ihnen nun diese Meynung gegründet geschienen, sy haben sie diesen herrlichen Geschöpfen Gottes Tempel und Altarö gebauet, und sie so verehret, wie sie glaubten, daß ss der Wille Gottes sey, doch ohne dabey des höchsten Wesens, als des Schöpfers und Erhalters aller Dinge zu vergessen. Ilnd dieses sey, was Jer. io, 7. 8. stehe: «Wer sollte dich nicht fürchten, du König der Heidensrc." wodurch er sagen will : Es wissen zwar alle, daß -du allein der wahre Gott bist, aber ihr Irrthum und ihre Thorheit bestehet darinne, daß sie glauben, es sey dein Wille, darneben auch diese oder sene Gestaltzu verehren und anzubeten. Als nach der Zeit allerley falsche Propheten aufstunden, welche um ihrer Bortheile willen, Vorgaben, es sey der göttliche Wille, dieses und senes Ding aufdie und die Art anzilbeten, so wurde dieser Jrrthum immer grosser und gefährlicher-. Ja, endlich rühmten